Wasser im Keller: Was tun und welche Pumpe ist geeignet?
Steht Wasser im Keller, prüfen Sie zuerst, ob der Raum sicher betreten werden kann. Berühren Sie keine elektrischen Anlagen, Geräte oder Steckdosen im betroffenen Bereich. Stoppen Sie den Wasserzufluss nur dann, wenn dies ohne Gefahr möglich ist, und klären Sie anschließend, ob es sich um klares, schlammiges oder möglicherweise verunreinigtes Wasser handelt.
Größere Mengen klares Wasser lassen sich häufig mit einer Tauchpumpe entfernen. Bei Schlamm, Sand oder kleinen Feststoffen ist eine dafür zugelassene Schmutzwasserpumpe erforderlich. Für wenige Zentimeter und das abschließende Restwasser kommen eine flachsaugende Pumpe oder ein geeigneter Nass-/Trockensauger infrage.
Besitzen Sie kein passendes Gerät, müssen Sie nicht sofort eines kaufen. Fragen Sie bei Nachbarn oder Familie nach, kontaktieren Sie einen Geräteverleih oder Fachhandel oder beauftragen Sie einen Schadensdienst. Bei schnell steigendem Wasser, Stromgefahr, unbekannten Stoffen oder einer unübersichtlichen Lage ist professionelle Hilfe notwendig.
Kurz erklärt
Bei Wasser im Keller zuerst Stromgefahr und Wasserzufluss prüfen. Für klares Wasser eignet sich meist eine Tauchpumpe, für Wasser mit Schlamm oder Feststoffen eine Schmutzwasserpumpe. Geringes Restwasser wird mit einer flachsaugenden Pumpe oder einem Nass-/Trockensauger entfernt.
Inhaltsverzeichnis
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- Erste Entscheidungshilfe
- Kurzer Sicherheitshinweis
- Die Situation in den ersten Minuten beurteilen
- Was tun, wenn keine Pumpe vorhanden ist?
- Klares Wasser mit einer Tauchpumpe entfernen
- Schlammiges Wasser abpumpen
- Restwasser entfernen
- Pumpe, Schlauch und Ablaufstelle vorbereiten
- Keller reinigen, trocknen und dokumentieren
- Wann lohnt sich eine eigene Pumpe?
- Häufige Fragen
- Fazit
Welche Lösung passt zur Situation?
| Situation | Typische Merkmale | Geeignete Lösung | Besonders beachten | Ohne eigenes Gerät |
|---|---|---|---|---|
| Klares oder leicht verschmutztes Wasser | Regen-, Leitungs- oder Sickerwasser ohne grobe Bestandteile | Tauchpumpe beziehungsweise Klarwasser-Tauchpumpe | Mindestwasserstand, Förderhöhe, Fördermenge und Schlauchanschluss | Ausleihen, Geräteverleih oder Schadensdienst |
| Schlamm, Sand oder kleine Feststoffe | Trübes Wasser mit sichtbaren Verschmutzungen | Schmutzwasserpumpe | Zulässige Korngröße, Verstopfungsgefahr und stabile Unterlage | Passendes Leihgerät oder Fachbetrieb |
| Restwasser oder sehr niedriger Wasserstand | Nur noch ein dünner Wasserfilm oder kleine Pfützen | Flachsaugende Pumpe oder Nass-/Trockensauger | Gerät muss für Flüssigkeiten geeignet und korrekt vorbereitet sein | Leihsauger, Abzieher, Kübel oder Reinigungsdienst |
Die tatsächliche Eignung hängt immer von den Herstellerangaben ab. Prüfen Sie insbesondere die zulässige Korngröße, den erforderlichen Mindestwasserstand, die Förderhöhe und die erlaubte Wasserart.
Schnelle Entscheidungshilfe
Besteht akute Gefahr, steigt das Wasser schnell oder sind elektrische Anlagen betroffen?
Bereich nicht betreten und professionelle Hilfe verständigen.
Ist das Wasser klar oder nur leicht verschmutzt?
Eine geeignete Tauchpumpe kommt grundsätzlich infrage.
Enthält es Schlamm, Sand oder Feststoffe?
Verwenden Sie nur eine Schmutzwasserpumpe mit passender Korngröße.
Ist nur noch Restwasser vorhanden?
Flachsaugende Pumpe, Nass-/Trockensauger oder manuelle Aufnahme verwenden.
Kein passendes Gerät vorhanden?
Ausleihen, Geräteverleih kontaktieren oder einen Fachbetrieb beauftragen.
Bildunterschrift: Die Wasserart, der Wasserstand und die Sicherheitslage bestimmen das weitere Vorgehen.
Kurzer Sicherheitshinweis
Betreten Sie einen überfluteten Keller nicht unüberlegt. Sind Steckdosen, Verteiler, Heizungsanlagen oder andere elektrische Einrichtungen betroffen, muss die Stromversorgung von einem sicheren, trockenen Ort aus abgeschaltet beziehungsweise durch eine Elektrofachkraft beurteilt werden. Elektrische Anlagen dürfen nach einem Wasserkontakt erst nach fachlicher Prüfung wieder in Betrieb gehen.
Bei schnell steigendem Wasser, akuter Gefahr, unbekannten Stoffen, Rückstau aus dem Kanal oder einer nicht sicher beurteilbaren Lage verständigen Sie professionelle Hilfe. Die Feuerwehr ist unter Notruf 122 erreichbar. Ob sie bei einem kleinen, nicht akuten Wasserschaden tätig wird, hängt von der konkreten örtlichen Einsatzlage ab.
Die Situation in den ersten Minuten beurteilen
Gehen Sie systematisch vor und versuchen Sie nicht sofort, eine Pumpe anzuschließen. Klären Sie zunächst folgende Punkte:
- Ursache: Kommt das Wasser durch einen Lichtschacht, eine Leitung, ein Haushaltsgerät, einen Kanalrückstau oder aus dem Boden?
- Zufluss: Läuft weiterhin Wasser nach, und lässt sich der Zufluss gefahrlos stoppen?
- Zugang: Ist der Raum sicher erreichbar, ohne in Wasser oder nahe elektrische Anlagen treten zu müssen?
- Wasserart: Ist das Wasser klar, schlammig, übel riechend oder möglicherweise mit Abwasser, Heizöl oder Chemikalien belastet?
- Wasserstand: Reicht die Höhe aus, damit die vorgesehene Pumpe überhaupt ansaugen beziehungsweise arbeiten kann?
- Ableitung: Gibt es eine zulässige Stelle, zu der das Wasser geführt werden kann, ohne zurückzufließen oder andere Grundstücke zu beeinträchtigen?
Praxisbeispiel:
Nach starkem Regen ist ein Lichtschacht übergelaufen. Das Wasser im Keller ist weitgehend klar, der Zufluss hat aufgehört und der Stromkreis des betroffenen Bereichs wurde sicher abgeschaltet. Eine geliehene Klarwasser-Tauchpumpe kann die größere Wassermenge entfernen; anschließend wird das Restwasser aufgenommen. Ein sofortiger Kauf ist in diesem einmaligen Fall nicht erforderlich.
Was tun, wenn keine Pumpe vorhanden ist?
Nicht jeder Haushalt muss vorsorglich eine Tauchpumpe und einen Nass-/Trockensauger besitzen. Bei einem seltenen oder einmaligen Schaden ist eine kurzfristige Leih- oder Dienstleistungenlösung oft wirtschaftlicher und ebenso zweckmäßig.
Fragen Sie bei Familie, Nachbarn oder Bekannten nach einem passenden Gerät. Prüfen Sie vor dem Einsatz aber Typenschild, Betriebsanleitung, Kabel, Stecker und Schlauch. Eine beliebige Pumpe ist nicht automatisch für verschmutztes Wasser oder einen sehr niedrigen Wasserstand geeignet.
Weitere Möglichkeiten sind Geräteverleiher, Fachhändler, Installationsbetriebe, Hausbetreuungen und spezialisierte Schadensdienste. Hausverwaltungen verfügen häufig über Kontakte zu geeigneten Betrieben. Bei kleinen Mengen kann ein vorhandener Nass-/Trockensauger genügen, sofern er laut Betriebsanleitung für Flüssigkeiten vorgesehen und für den Nassbetrieb richtig vorbereitet ist.
Bei akuter Gefahr, starkem Wasserzulauf oder unsicherer Stromsituation verzichten Sie auf Eigenhilfe und rufen professionelle Unterstützung.
wKlares Wasser mit einer Tauchpumpe entfernen
Eine Tauchpumpe wird direkt in das Wasser gestellt. Sie eignet sich je nach Modell für klares oder leicht verschmutztes Regen-, Leitungs- oder Sickerwasser. Die genaue zulässige Wasserart steht in den Herstellerangaben.
Die Fördermenge beschreibt, wie viel Wasser die Pumpe unter bestimmten Bedingungen pro Stunde bewegen kann. Die auf dem Gerät angegebene Maximalmenge wird in der Praxis durch Höhenunterschiede, Schlauchlänge, Schlauchdurchmesser, Bögen und Anschlüsse reduziert.
Bei größeren Wassermengen kann eine leistungsstarke Tauchpumpe mit Storzkupplung sinnvoll sein.
Die Förderhöhe ist der Höhenunterschied, den die Pumpe überwinden kann. Muss das Wasser vom Kellerboden über ein höher gelegenes Fenster oder weit durch den Garten gepumpt werden, darf die erforderliche Förderhöhe nicht unterschätzt werden.
Beachten Sie außerdem den Mindestwasserstand. Viele Pumpen lassen einen Rest zurück oder benötigen für ihren Schwimmerschalter eine bestimmte Wasserhöhe. Stellen Sie die Pumpe am tiefsten Punkt auf, schließen Sie einen ausreichend großen Schlauch an und überwachen Sie den Betrieb. Läuft eine nicht dafür geschützte Pumpe ohne Wasser weiter, kann sie durch Trockenlauf beschädigt werden.
Moser-Tipp:
Wählen Sie den Schlauch nicht unnötig klein. Ein enger, sehr langer oder mehrfach geknickter Schlauch bremst den Wasserfluss deutlich. Verwenden Sie einen vom Pumpenhersteller freigegebenen Schlauchdurchmesser und halten Sie den Schlauchweg möglichst kurz und gerade.
Schlammiges Wasser mit einer Schmutzwasserpumpe entfernen
Eine Schmutzwasserpumpe ist für Wasser mit Sand, Schlamm und kleineren Feststoffen ausgelegt. Entscheidend ist die zulässige Korngröße. Sie gibt an, welchen maximalen Partikeldurchmesser das Gerät laut Hersteller fördern kann. Größere Steine, Holzstücke, Textilien oder andere Gegenstände müssen vorher entfernt werden.
Stellen Sie die Pumpe nicht unmittelbar in eine dicke Schlammschicht. Dadurch kann sie besonders viel Sediment ansaugen, verstopfen oder einsinken. Eine stabile, gelochte Kiste, ein Gitter oder eine andere geeignete Unterlage kann helfen, die Ansaugung grober Ablagerungen zu begrenzen, sofern die Pumpe dabei stabil und entsprechend der Betriebsanleitung steht.
Kontrollieren Sie Schlauch und Ansaugbereich regelmäßig auf Verstopfungen. Nach dem Einsatz muss die Pumpe nach Herstellerangaben mit sauberem Wasser gespült, gereinigt und getrocknet werden.
Praxisbeispiel:
Nach Starkregen sind Wasser, Erde und feiner Kies durch eine Kellertür eingedrungen. Eine normale Klarwasserpumpe wäre wegen der Feststoffe ungeeignet. Nach dem Entfernen größerer Gegenstände wird eine Schmutzwasserpumpe mit passender zulässiger Korngröße auf eine stabile Unterlage gestellt. Dadurch sinkt das Risiko, dass sie sofort tiefen Schlamm ansaugt.
Moser-Tipp:
Kontrollieren Sie vor dem Einsatz nicht nur die Bezeichnung „Schmutzwasserpumpe“, sondern die tatsächlich zulässige Korngröße. Schlammiges Wasser kann außerdem Fasern, Folien oder Textilien enthalten, die auch bei ausreichender Korngröße das Laufrad blockieren können.
Restwasser entfernen
Viele Tauch- und Schmutzwasserpumpen legen einen Boden nicht vollständig trocken. Sobald der Wasserstand unter die Ansaugöffnung oder den Schaltpunkt fällt, bleibt eine Restwasserhöhe zurück. Wie viel Wasser verbleibt, hängt vom jeweiligen Pumpenmodell und der Aufstellung ab.
Eine flachsaugende Pumpe ist dafür konstruiert, Wasser bis auf eine geringe Resthöhe abzupumpen. Für einzelne Pfützen oder einen dünnen Wasserfilm ist ein geeigneter Nass-/Trockensauger oft praktischer. Prüfen Sie vor dem Einsatz ausdrücklich, ob das Gerät für die Aufnahme von Flüssigkeiten zugelassen ist.
Bereiten Sie den Sauger entsprechend der Betriebsanleitung für den Nassbetrieb vor. Je nach Modell muss der Staubbeutel entfernt oder ein bestimmter Filter verwendet werden. Kontrollieren Sie den Auffangbehälter regelmäßig, auch wenn das Gerät über eine automatische Abschaltung bei vollem Behälter verfügt. Brennbare, ätzende oder anderweitig gefährliche Flüssigkeiten dürfen mit einem gewöhnlichen Nass-/Trockensauger nicht aufgenommen werden.
Führen Sie das Wasser mit einem Bodenabzieher zum tiefsten Punkt. Nehmen Sie danach Schlamm, Schmutz und verbliebene Feuchtigkeit möglichst vollständig auf. Erst wenn das lose Wasser entfernt ist, kann die eigentliche Trocknung sinnvoll beginnen.
Praxisbeispiel:
Ein defekter Waschmaschinenanschluss hat wenige Zentimeter Wasser im Keller verursacht. Der Zulauf ist geschlossen, der betroffene Stromkreis wurde an einer sicheren Stelle abgeschaltet und es läuft kein Wasser mehr nach. Für die kleine Menge reicht ein vorhandener, für Flüssigkeiten zugelassener Nass-/Trockensauger. Ein Pumpenkauf wäre dafür unverhältnismäßig.
Pumpe, Schlauch und Ablaufstelle richtig vorbereiten
Stellen Sie die Pumpe standsicher am tiefsten geeigneten Punkt auf. Tragen oder heben Sie sie niemals am Stromkabel. Verwenden Sie den vorgesehenen Griff oder ein laut Hersteller geeignetes Seil.
Verlegen Sie den Schlauch knickfrei und sichern Sie alle Verbindungen. Ein ausreichend großer Innendurchmesser verbessert den Durchfluss. Achten Sie darauf, dass der Schlauch weder überfahren noch durch scharfe Kanten beschädigt wird.
Leiten Sie das Wasser so ab, dass es nicht über Boden, Lichtschächte, Drainagen oder andere Wege wieder zum Gebäude zurückfließt. Achten Sie außerdem darauf, keine Nachbargrundstücke, Straßen oder Gehwege zu beeinträchtigen.
Welche Ablaufstelle geeignet ist, hängt von der Wasserart, einer möglichen Verunreinigung, dem örtlichen Kanalsystem und den Vorgaben der zuständigen Stelle ab. Klares Regenwasser ist dabei anders zu beurteilen als Wasser, das mit Schlamm, Abwasser, Heizöl, Reinigungsmitteln oder anderen Stoffen vermischt ist.
Wenn Sie nicht sicher sind, wohin das Wasser geleitet werden darf, fragen Sie bei Ihrer Gemeinde, dem zuständigen Abwasserverband oder Kanalbetreiber nach. Bei erkennbar verunreinigtem Wasser sollte die weitere Vorgehensweise mit einem Fachbetrieb oder der zuständigen Stelle abgestimmt werden.
Keller reinigen, trocknen und dokumentieren
Entfernen Sie nasse Kartons, Textilien und andere wasserempfindliche Gegenstände. Räumen Sie Möbel von den Wänden ab und beseitigen Sie Schlamm, solange er noch feucht und leichter lösbar ist.
Lüften Sie nur dann, wenn die Außenluft die Trocknung unterstützt. Bei warmer, feuchter Sommerluft kann dauerhaftes Lüften in kühlen Kellern zusätzliche Feuchtigkeit eintragen. Bautrockner und fachgerecht eingesetzte Ventilatoren können die Trocknung beschleunigen.
Feuchtigkeit kann in Estrich, Dämmung, Wandaufbauten oder Hohlräume eingedrungen sein, obwohl die Oberfläche bereits trocken wirkt. Bei größerer Durchfeuchtung, anhaltendem Geruch oder sichtbarem Schimmel ist eine fachliche Feuchtemessung beziehungsweise Bauteiltrocknung sinnvoll. Dauerhafte Feuchtigkeit begünstigt Schimmelbildung; entscheidend ist daher auch die Behebung der Ursache.
Fotografieren Sie Wasserstand, Eintrittsstelle, betroffene Räume und beschädigte Gegenstände. Informieren Sie bei Bedarf Hausverwaltung und Versicherung, bevor Sie beschädigte Bauteile oder größere Gegenstände entsorgen. Elektrische Anlagen und Geräte dürfen erst nach fachlicher Prüfung wieder verwendet werden.
Vom groben Wasser bis zum trockenen Keller
1. Zufluss stoppen und Sicherheit prüfen
Ursache klären, Stromgefahr ausschließen und Wasserart beurteilen.
2. Große Wassermenge abpumpen
Passende Tauch- oder Schmutzwasserpumpe einsetzen.
3. Restwasser absaugen
Flachsaugende Pumpe, Nass-/Trockensauger oder Abzieher verwenden.
4. Reinigen
Schlamm, Schmutz und nasse Gegenstände entfernen.
5. Trocknen und dokumentieren
Bauteilfeuchte beachten, Fotos anfertigen und Ursache beheben.
Bildunterschrift: Abpumpen allein reicht nicht: Erst Reinigung, Trocknung und Ursachenbehebung schließen die Arbeiten ab.
Moser-Tipp:
Unterschätzen Sie das Restwasser und die Bauteiltrocknung nicht. Ein optisch trockener Boden kann unter dem Estrich oder in der Dämmung weiterhin feucht sein. Bei größerer Durchfeuchtung sollte ein Fachbetrieb messen, welche Trocknung erforderlich ist.
Wann lohnt sich der Kauf einer eigenen Pumpe?
Eine eigene Pumpe kann sinnvoll sein, wenn wiederholt Wasser in einen Keller oder Schacht eindringt, eine vorhandene Pumpe ersetzt werden muss oder das Gerät regelmäßig für Zisterne, Pool, Garten, Baustelle oder andere Entwässerungsaufgaben benötigt wird.
Wichtig sind eine trockene Lagerung, regelmäßige Funktionskontrolle und die Gewissheit, dass Pumpentyp, Schlauch und Zubehör zum erwartbaren Einsatz passen. Eine jahrelang ungeprüft gelagerte Pumpe bietet im Ernstfall keine verlässliche Verfügbarkeit.
Bei einem einmaligen Schaden, einer guten Ausleihmöglichkeit oder einer technisch anspruchsvollen Situation ist ein Kauf dagegen nicht zwingend sinnvoll. Dann können Leihgeräte oder professionelle Hilfe die bessere Lösung sein.
| Eigene Pumpe kann sinnvoll sein | Ausleihen oder professionelle Hilfe kann sinnvoller sein |
|---|---|
| Wasser tritt wiederholt im Keller oder Schacht auf. | Es handelt sich voraussichtlich um einen einmaligen Schaden. |
| Eine vorhandene, passende Pumpe ist defekt. | Ein geeignetes Leihgerät ist kurzfristig verfügbar. |
| Das Gerät wird auch für Zisterne, Pool, Garten oder Baustelle genutzt. | Wasserart, Stromsituation oder Ableitung sind unklar. |
| Schnelle Verfügbarkeit ist regelmäßig wichtig. | Das Gerät würde voraussichtlich jahrelang ungenutzt lagern. |
| Lagerung, Wartung und Funktionstests sind möglich. | Eine fachgerechte Bauteiltrocknung ist ohnehin erforderlich. |
Besteht ein tatsächlicher Bedarf, kommen je nach Wasserart Klarwasser-Tauchpumpen, Schmutzwasserpumpen, flachsaugende Pumpen oder Nass-/Trockensauger infrage. Entscheidend sind nicht möglichst hohe Maximalwerte, sondern die Eignung für den konkreten Einsatz.
Praxisbeispiel:
In einem tiefer gelegenen Kellerschacht sammelt sich mehrmals jährlich Regenwasser. Eine ältere Pumpe fällt während eines Einsatzes aus. Hier kann der Kauf eines passenden Ersatzgeräts sinnvoll sein, weil der Bedarf wiederkehrt und eine rasche Verfügbarkeit wichtig ist. Vor der Auswahl werden Wasserart, Förderhöhe, notwendiger Schlauchdurchmesser und gewünschter Einschaltpunkt geprüft.
Wann lohnt sich der Kauf einer eigenen Pumpe?
Eine eigene Pumpe lohnt sich vor allem bei wiederkehrendem Wassereintritt, gefährdeten Kellern, Schächten oder regelmäßigem Einsatz. Bei einem einmaligen Schaden kann das Ausleihen eines geeigneten Geräts wirtschaftlicher sein.
Vor dem Kauf sollten Sie kurz prüfen:
- Wasserart: Für klares oder leicht verschmutztes Wasser eignet sich meist eine Tauchpumpe. Bei Sand, Schlamm oder Feststoffen ist eine Schmutzwasserpumpe erforderlich.
- Korngröße: Die maximal zulässige Korngröße muss zur Verschmutzung des Wassers passen.
- Förderhöhe und Fördermenge: Berücksichtigen Sie den Höhenunterschied, die Schlauchlänge und die gewünschte Geschwindigkeit beim Abpumpen.
- Schlauch und Anschlüsse: Durchmesser, Länge, Kupplungen und Ablaufstelle müssen zur Pumpe passen.
- Restwasserhöhe: Für die letzten Millimeter sind häufig eine flachsaugende Pumpe oder ein Nass-/Trockensauger notwendig.
- Automatikbetrieb: Ein Schwimmerschalter ist sinnvoll, wenn die Pumpe bei steigendem Wasserstand selbstständig starten soll.
Auch Trockenlaufschutz, Stromversorgung und ein sicherer Ablaufpunkt sollten bei der Auswahl berücksichtigt werden. Bei Abwasser, Heizöl oder unbekannten Verunreinigungen sollte das Wasser nicht ohne fachliche Abklärung abgepumpt werden.
Häufige Fragen zu Wasser im Keller
Welche Pumpe brauche ich für Wasser im Keller?
Für klares oder leicht verschmutztes Wasser eignet sich meist eine passende Tauchpumpe. Enthält das Wasser Schlamm, Sand oder Feststoffe, benötigen Sie eine Schmutzwasserpumpe mit ausreichender zulässiger Korngröße. Bei sehr niedrigem Wasserstand sind eine flachsaugende Pumpe oder ein Nass-/Trockensauger häufig geeigneter.
Kann ich einen Keller selbst auspumpen?
Ja, wenn der Wasserzufluss beherrscht ist, der Keller sicher betreten werden kann und eine geeignete Stromversorgung, Pumpe und Ablaufstelle vorhanden sind. Bei Stromgefahr, unbekannten Stoffen, stark steigendem Wasser oder einer unübersichtlichen Situation sollten Sie professionelle Hilfe rufen.
Was ist der Unterschied zwischen Tauchpumpe und Schmutzwasserpumpe?
Eine Tauchpumpe ist ein Gerät, das im Wasser arbeitet. Modelle für Klarwasser vertragen meist nur geringe Verschmutzungen. Schmutzwasserpumpen sind zwar häufig als Tauchpumpen ausgeführt, aber für Wasser mit Feststoffen bis zu einer festgelegten Korngröße geeignet.
Ausführliche Informationen finden Sie in unserem Ratgeber Tauchpumpe oder Schmutzwasserpumpe: Welche Pumpe eignet sich für welchen Einsatz?
Wie entferne ich das letzte Restwasser?
Für geringe Resthöhen eignet sich eine flachsaugende Pumpe. Einzelne Pfützen und dünne Wasserfilme können Sie mit einem geeigneten Nass-/Trockensauger aufnehmen. Ein Bodenabzieher hilft, das Wasser am tiefsten Punkt zu sammeln.
Was mache ich, wenn ich keine Pumpe besitze?
Fragen Sie bei Familie oder Nachbarn nach, kontaktieren Sie einen Geräteverleih oder erkundigen Sie sich beim Fachhandel. Bei kleinen Mengen kann ein vorhandener Nass-/Trockensauger ausreichen. Nicht jeder Haushalt benötigt vorsorglich eine eigene Pumpe.
Wie weit muss das Wasser vom Haus weggeleitet werden?
Es muss so abgeleitet werden, dass es nicht über Boden, Lichtschächte oder Drainagen zum Gebäude zurückfließt. Eine pauschale Entfernung ist nicht für jedes Grundstück sinnvoll. Beachten Sie örtliche Vorgaben und beeinträchtigen Sie keine Nachbargrundstücke.
Wann sollte ich professionelle Hilfe rufen?
Holen Sie Hilfe, wenn das Wasser rasch steigt, elektrische Anlagen betroffen sind, die Wasserart unbekannt ist oder Abwasser, Öl oder Chemikalien enthalten sein könnten. Auch bei größerer Durchfeuchtung von Estrich, Dämmung oder Wänden ist ein Fachbetrieb sinnvoll.
Lohnt sich eine eigene Tauchpumpe für Privathaushalte?
Eine eigene Pumpe lohnt sich vor allem bei wiederkehrenden Wasserproblemen, einer defekten vorhandenen Pumpe oder regelmäßigen weiteren Einsätzen. Bei einem einmaligen Schaden oder guter Ausleihmöglichkeit ist der Kauf häufig nicht notwendig.
Fazit: Zuerst sicher beurteilen, dann passend handeln
Bei Wasser im Keller kommen Sicherheit und Ursachenklärung zuerst. Danach entscheidet die Wasserart über das geeignete Gerät: Tauchpumpe für klares oder leicht verschmutztes Wasser, Schmutzwasserpumpe für Schlamm und Feststoffe sowie flachsaugende Pumpe oder Nass-/Trockensauger für das Restwasser.
Vorhandene oder ausgeliehene Geräte können vollkommen ausreichen. Nicht jeder Privathaushalt muss vorsorglich eine eigene Pumpe besitzen. Bei wiederkehrendem Bedarf, einer defekten Pumpe oder zusätzlichen Einsatzmöglichkeiten kann ein eigenes Gerät jedoch sinnvoll sein.
Nach dem Abpumpen sind Reinigung, fachgerechte Trocknung, Dokumentation und die dauerhafte Behebung der Ursache entscheidend. Bei Stromgefahr, unbekanntem Wasser oder einer schwer beurteilbaren Situation ist professionelle Unterstützung die richtige Wahl.
Quellen
- oesterreich.gv.at: Notrufnummern in Österreich
- OVE Österreichischer Verband für Elektrotechnik: Sicherheit elektrischer Anlagen
- AUVA: Sichere Instandhaltung elektrischer Anlagen
- Makita Österreich: Übersicht Wasserpumpen und technische Kenndaten
- Makita Österreich: Technische Angaben zu einer Klarwasser-Tauchpumpe
- Makita Österreich: Technische Angaben zu einer Tauchpumpe für verschmutztes Wasser
- Nilfisk Österreich: Flüssigkeiten mit einem Nass-/Trockensauger aufnehmen
- Nilfisk Österreich: Produktunterlagen und Bedienungsanleitungen
- DIE UMWELTBERATUNG: Feuchte Wände und Bauteiltrocknung
- DIE UMWELTBERATUNG: Schimmel, Ursachenbehebung und Sanierung
- Rechtsinformationssystem des Bundes: Wasserrechtsgesetz 1959 in der geltenden Fassung
- Österreichischer Wasser- und Abfallwirtschaftsverband: Fachinformationen zur österreichischen Abwasserwirtschaft